Warum Module?

 

Nachdem meine alte Heimanlage nach überraschendem Familienzuwachs einem Kinderbett und einer Wickelkomode weichen mußte, kam als Ersatzlösung nur etwas Kompakteres in Frage. So begann ich, mich über Modul- oder Segmentanlagen zu informieren. Diese bieten den Vorteil, dass man sie platzsparend lagern und einfach transportieren kann. Zudem können die einzelnen Teile auf Ausstellungen durch ihre freie Kombinierbarkeit gut den jeweiligen Platzverhältnissen angepasst werden. Auch bietet die überschaubare Größe eines Moduls den Vorteil, dass man in  relativ kurzer Zeit einen „modellbauerischen Erfolg“ sieht. Blieb die entscheidende Frage, wollte ich mich an schon bestehenden Normen orientieren oder meine eigenen entwickeln? Letztendlich entschied ich mich für meine eigenen Baugrundsätze, mit „genormten“ Modulkästen 50x100 cm für die geraden Module und 90 Grad Bogenmodulen mit einem Radius von circa 75 cm. Als Baumaterial kam Pappelsperrholz mit einer Stärke von 12 mm zum Einsatz. Um ausreichende Verwindungssteifigkeit der einzelnen Kästen zu erreichen, besitzen die Kästen an den Kopfstücken eine Höhe von 18 cm, so dass an den Seitenflächen auch noch genug Material für die Landschaftskonturen blieb.

Motiv meiner Modulanlage stellt eine zweigleisige Hauptbahn (ohne konkretes Vorbild) mit einem Durchgangsbahnhof, einem Bahnbetriebswerk mit Drehscheibe und Ringlokschuppen, sowie diversen Betriebsstellen (Schotterwerk, Bahnbau-Firma, etc.) dar. Abschluss der Strecke bilden zwei Wendemodule, von denen eines als Gleiswendel mit Zugspeicher ausgeführt ist, so dass die Anlage ähnlich dem Hundeknochenprinzip funktioniert.

In den vergangenen 17 Jahren entstanden knapp 20 Module (Geraden, Bogenstücke, Betriebstellen, „Jokermodule“), wobei circa 23 qm Sperrholz verbaut wurden.

 

Hier noch ein paar technische Daten im Überblick:

  Gleislänge:  

  ca. 60m  

  Weichen:   

  17 Stück (EW 1, EW 3)  

  Betrieb:  

  bis zu 12  Zuggarnituren  digitalisiert  

  Steuern:  

  Intellibox  (Uhlenbrock)  Roco Multimaus und Lokmaus  2  

  Schalten:  

  analog, Blocksteuerung  mittels Reedkontakt  

  Gleismaterial:  

  Tillig-Flexgleis  Tillig-Weichen  

  Landschaftsbau:  

  Busch, Noch, Heki  

  Gebäude:  

  Auhagen, Kibri,  Eigenbau